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Grußwort des Generalsekretärs der Deutschen Bundesstiftung Umwelt anlässlich der Eröffnung der Maloca Auerworld am 04.04.2006 Meine sehr geehrten Damen und Herren, auch wenn die Deutsche Bundesstiftung Umwelt heute durch persönliches Erscheinen nicht vertreten sein kann, möchten wir es nicht versäumen, anlässlich der Eröffnung der Maloca Auerworld unsere herzlichen Grüße und Glückwünsche zu übermitteln. Es sind mittlerweile einige Jahre vergangen, seitdem sich die Stiftung für die Förderung des Projekts ausgesprochen hat: die Entscheidung, für das Projekt 200.000 DM zur Verfügung zu stellen, fiel, genauer gesagt, am 26.09.2001. Seit dieser Zeit haben wir das Projekt nicht aus den Augen verloren und standen in einem regelmäßigen Kontakt mit den Verantwortlichen. Das Vorhaben "Maloca Auerworld" war und ist aus Sicht der Deutschen Bundesstiftung Umwelt nicht ein typisches DBU-Projekt. Dennoch waren wir schnell davon überzeugt, Unterstützung zu leisten. Warum? Das Vorhaben weist aus Sicht der Stiftung durch seine inhaltliche und methodische Konzeption in mehrfacher Hinsicht Modellcharakter auf und setzt Akzente, die den üblichen Rahmen von Umweltbildung deutlich überschreiten. Dies betrifft nicht nur die enge Verknüpfung der beiden Aspekte Umweltschutz und Entwicklungsarbeit im Rahmen eines Bildungsprogramms, sondern auch die gelungene Form internationaler Kooperation und Kommunikation, die zwei Kontinente in Beziehung setzt. Inhaltlich werden wesentliche Fragen des internationalen Umweltschutzes angesprochen, methodisch setzt das Vorhaben in hervorragender Weise auf partizipative und auch künstlerisch-kreative Zugänge. Hier werden Wege versucht, die gerade für jüngere Menschen einen hohen Motivationsgrad mit sich bringen können. Ausdrücklich wird begrüßt, dass das Vorhaben nicht als "Einbahnstraße" angelegt ist, sondern auf dem Ansatz gegenseitigen Lernens beruht und ein Austausch im ursprünglichen Sinne des Wortes Kommunikation, d. h. lateinisch communicare "gemeinschaftlich tun" erfolgt. Heute, rund viereinhalb Jahre nach der Bewilligung, ist festzustellen, dass unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit Umweltschutz und Entwicklungshilfe in Deutschland vielfach noch "aneinander vorbeilaufen". Fragestellungen des internationalen Umweltschutzes finden immer noch zu wenig Berücksichtigung in der klassischen Umweltbildung, kreativ-künstlerische Zugangsformen in Verknüpfung mit soliden Sachinformationen sind nicht die Regel und auch die Forderung nach Partizipation bleibt häufig unerfüllt. Das Vorhaben "Maloca Auerworld" zeigt dem gegenüber auf, wie eine integrierte Sichtweise nachhaltiger Aspekte in Deutschland erfolgen kann und hierbei "Nachhaltigkeit" in seiner internationalen und globalen Dimension gesehen wird. Allen Beteiligten und Verantwortlichen wünsche ich weiterhin guten Erfolg; vor allem in dem Sinne, dass die Maloca jetzt "mit Leben erfüllt" wird und viele Menschen zu neuen Einblicken und Erkenntnissen verhilft. Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde |
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